|
Wo kann ich hingehen?
Im Prinzip an alle Unis, mit denen die Uni Stuttgart ein
Austauschprogramm anbietet. Innerhalb von Europa sind das die
SOKRATES/ERASMUS- Partnerschaften und werden von einzelnen Instituten
betreut, außerhalb von Europa sind es meist Uni-Uni
Partnerschaften. Eine Übersicht über die Erasmuspartnerschaften des Bereichs Technische
Kybernetik gibt es hier, die der Fakultät Maschinenbau hier und die Partnerschaften der
Universtität Stuttgart beim Amt für internationale Angelegenheiten (IA).
Was kann ich dort machen?
An der Gasthochschule entweder können Vorlesungen besucht, oder an
einem Forschungsprojekt mitgearbeitet werden, dies hängt von der Gastuni und vom Programm
ab. Beides kann nach vorheriger Absprache in Stuttgart anerkannt
werden.
Wo kann ich mich informieren?
Allgemeine Informationen gibts beim Amt für internationale
Angelegenheiten, fachliche Beratung gibts bei den Auslandsbeauftragten
der Institute.
Was kann ich anrechnen lassen?
Vorlesungen aus dem Bereich der Höheren Informatik und der
Systemtheorie sowie Wahlfächer können nach vorheriger Absprache
mit den entsprechenden Professoren in der Regel angerechnet
werden. Pflichtveranstaltungen und Vorlesungen innerhalb des
Anwendungsfaches bedürfen einer genauen Prüfung im Voraus.
Sollen Studien-
oder Diplomarbeit im Ausland angefertig werden, ist es gut, schon von
Deutschland aus das Thema abzustecken und Kontakt mit einem Stuttgarter Professor
aufzunehmen, der die Arbeit hinterher anerkennen soll. Wichtig ist auch sicherzustellen, dass der Professor der Gastuni die Anforderungen bei einer Studien- oder Diplomarbeit kennt. Die Ausarbeitung kann auf englisch mit einer deutschen Zusammenfassung geschrieben werden.
In
Deutschland muss dann noch ein Vortrag über die angefertigte Arbeit
gehalten werden.
Muss ich die Landessprache sprechen?
Um Vorlesungen besuchen zu können ist es normalerweise notwendig,
die Landessprache zu sprechen. Manchmal werden auch englische
Vorlesungen angeboten, darüber kann man sich meistens auf der
Homepage der Gasthochschule informieren. Für Studien- oder
Diplomarbeiten reicht die Kenntnis der englischen oder französischen
Sprache aus.
Zum Überleben und Kontakte knüpfen sind aber Grundkenntnisse der
Landessprache unerlässlich. An den Gasthochschulen werden in der
Regel Sprachkurse in der Landessprache angeboten, manchmal ist es
möglich einen Intensivkurs vor dem eigentlichen Auslandsstudium vor
Ort zu machen.
Fallen Studiengebühren an?
Bei Erasmusprogrammen fallen keine Studiengebühren an. Wenn es ein Austauschprogramm mit der gewünschten Gasthochschule
gibt, entfallen im Normalfall auch die Studiengebühren, Gebühren die
dem Studentenwerksbeitrag entsprechen müssen manchmal noch
bezahlt werden. Eine Nachfrage am IA lohnt sich aber in jedem Fall.
Kann ich einen Doppelabschluss machen?
Ja, für Kybernetiker gibt es drei Möglichkeiten:
- Mit der École Centrale Paris: Nach dem vierten Semester
werden zwei Jahre in Frankreich studiert und dann nochmal etwa ein
Jahr in Deutschland. Zusammen mit dem deutschen Diplom bekommt man
das französiche Diplom der ECP.
- Beim vom IAM betreuten IAS-Programm mit dem GeorgiaTech kann
ein Master erworben werden. Das Anfertigen einer Studien- oder
Diplomarbeit ist hier obligatorisch.
- Beim vom ICVT betreuten IAS-Programm mit der University of
Wisconsin kann ein Master erworben werden. Das Anfertigen einer
Studien- oder Diplomarbeit ist hier obligatorsch.
Gibt es finanzielle Unterstützung?
Es gibt verschiedene Arten von Teilstipendien, die helfen sollen, die
Mehrkosten, die durch den Auslandsaufenthalt entstehen, zu
decken. Erasmusaufenthalte beeinhalten eine monatliche
Unterstützung. Am bekanntesten, aber auch anspruchsvollsten ist eine Förderung durch die Fulbright-Stiftung für ein Studium an einer amerikanischen Universität. Von deutscher Seite aus gibt es DAAD Stipendien
oder Stipendien der Landesstiftung Baden-Württemberg. Weiterhin gibt es die Möglichkeit der BAföG-Auslandsförderung. Desweiteren bieten oft Gasthochschulen Stipendien für ausländische Studierende an.
Die Bewerbungsfristen liegen oft lange vor dem geplanten Auslandsaufenthalt, daher ist es wichtig, sich frühzeitig um Finanzierungsmöglichkeiten zu kümmern. Informationen darüber gibts beim IA, es
lohnt sich aber auch eine eigene Recherche.
Wie lange soll ich ins Ausland gehen?
Die Länge des Auslandsaufenthaltes liegt meistens zwischen sechs
Monaten und einem Jahr, abhängig davon, ob Vorlesungen besucht werden sollen oder eine Studien- oder Diplomarbeit angefertigt werden soll. Je nach Programm sind auch Kurzaufenthalte von ca. drei Monaten möglich. Bei Vorlesungen, ist es wichtig, die
dortigen Semesterzeiten und Prüfungszeiträume zu beachten.
Wie lange vor dem geplanten Auslandsaufenthalt muss ich anfangen
mich drum zu kümmern?
Erste Informationen sollte man etwa 1,5 Jahre vor dem geplanten Aufenthalt
einholen. Speziell außereuropäische Programme haben oft
Vorlaufzeiten von über einem Jahr, Erasmusprogramme haben kürzere
Bewerbungszeiten. Wichtig ist es, sich rechtzeitig über alle
wichtigen Fristen zu informieren (Bewerbung für's deutsche
Auswahlverfahren, Bewerbung an der Gastuni, Bewerbung
für Stipendien, Visa, ...).
Wann ist ein guter Zeitpunkt fürs Auslandsstudium?
Im Allgemeinen sollten die Pflichtveranstaltungen in Stuttgart
abgeschlossen sein, d.h. nach dem siebten oder achten
Semester. Insbesondere wenn Pflichtveranstaltungen im Ausland gemacht
werden sollen, sollte dies vorher genau abgesprochen werden. Das Doppeldiplom-Programm mit der École Centrale Paris bildet eine Ausnahme, da hier der Auslandsaufenthalt bereits nach dem vierten Semester beginnt.
Gibt es Auswahlverfahren?
Es gibt Auswahlverfahren bei den zu vergebenden Auslandsplätzen, sowie bei den Stipendien. Teilweise behalten sich die Gasthochschulen das Recht vor, Bewerber abzulehnen. Es sollte jedoch mögliche sein, für jeden Bewerber einen Platz an einer geeigneten Gasthochschule zu finden.
Wie viele Veranstaltungen sind ratsam pro Semester im Ausland?
Manchmal gibt es bei den Programmen Mindest- oder Maximalzahlen für
Credits, die pro Semester erreicht werden müssen. Dies wird meist
jedoch nicht so streng gesehen. Ratsam ist es, sich an den
einheimischen Studierenden zu orientieren und etwa 60-80% von dem zu
machen, was sie pro Semester machen. Oft sind einzelne Veranstaltungen
aufwändiger als in Deutschland, da es während dem Semester
Hausaufgaben oder Zwischenprüfungen gibt. Neben allem Studieren ist
es auch wichtig, Land und Leute kennen zu lernen.
...zurück zum Auslandsstudium
|