Studiengang Technische Kybernetik

Studiengang Technische Kybernetik

Im Vergleich zu den klassischen Ingenieurdisziplinen ist das Studienfach Technische Kybernetik noch relativ jung. Der Studiengang Technische Kybernetik wurde 1971 an der Universität Stuttgart als Reaktion auf den steigenden Bedarf an Ingenieuren mit Kenntnissen auf diesem Gebiet eingeführt. Während in den ersten Jahren die Anzahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger etwa 25 Studierende umfasste, hat sich die Anzahl der Studienplätze und Studienanfängerinnen beziehungsweise Studienanfänger in der Technischen Kybernetik auf über 100 erhöht.

Bis zum Jahr 2007 war Technische Kybernetik an der Universität Stuttgart ein Diplomstudiengang. Zum Wintersemester 2008/2009 wurde dieser durch einen zweistufigen Studiengang Bachelor of Science und Master of Science Technische Kybernetik ersetzt. Hierbei stellt der Bachelor einen ersten berufsbefähigenden Abschluss dar. Eine mit dem seitherigen Diplom vergleichbare Qualifikation erreicht man durch den darauf aufbauenden Master-Studiengang. Der Master wurde im Jahr 2011 eingeführt, so können Absolventinnen und Absolventen des Bachelor of Science Technische Kybernetik ohne Unterbrechung den weitertführenden Master-Studiengang belegen.

Das Fundament des Bachelor-Studiums Technische Kybernetik bilden die Mathematik und die Grundlagen der Ingenierwissenschaften. Darauf bauen system- und regelungstechnische Fächer, wie die Regelungstechnik, Systemdynamik, Echtzeitdatenverarbeitung, und weitere, die in nahezu allen Fachbereichen Anwendungen finden, auf. Neben Praktika und Projekten gibt ein Angebot vieler Wahlfächer den Studierenden über das gesamte Studium hinweg ihren Neigungen entsprechende Wahlmöglichkeiten.

Verglichen mit anderen Ingenieursstudiengängen liegt der Schwerpunkt bei der technischen Kybernetik von Anfang an auf der Höheren Mathematik. Diese ermöglicht durch die formale Beschreibung von technischen Prozessen ein grundlegendes Verständnis von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen sowohl qualitativer als auch quantitativer Art. Eine Abstraktion der Vorgänge hin zu einem mathematischen Modell ermöglicht die Anwendung der gleichen Werkzeuge zur Analyse, Regelung und Simulation, unabhängig von der ursprünglichen Problemstellung.

Die Regelstudienzeit für den Abschluss des Studiums mit dem Grad Bachelor of Science beträgt 6 Fachsemester.